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Haarpraxis,Hautarztpraxis,Haartransplantation Haarausfall
Dermaticum
Dr. med. Danuta Sobczak
Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten
Kaiser-Joseph-Straße 262
79098 Freiburg
Tel: 0761 3837400
Fax: 0761 3837401

Transplantationstechnik

In den 80er Jahren wurde die Mini- und Mikrograftmethode von Marrit eingeführt.
Es ist eine Weiterentwicklung der ursprünglichen Hautinselmethode nach Okuda/Orentreich.
Ein Minitransplantat hat einen Durchmesser von 1,0–1,2 mm und hält drei bis sechs Haare.
Ein Mikrotransplantat hat einen Durchmesser von 0,7–0,9 mm und hält ein bis zwei Haare (Abb. 1).
Die Transplantation bietet die Möglichkeit, die Haardichte des Oberkopfes zu Lasten des Haarkranzes zu erhöhen. Dies bedeutet, daß viele, aber längst nicht alle Wünsche der Patienten erfüllt werden können.

Um ein optimales Maß an Patientenzufriedenheit zu erreichen, müssen die Erwartungen des Patienten in einem ausführlichen Gespräch evaluiert werden. Grundsätzlich ist es unmöglich, eine größere Glatze, der ein kleinerer Haarkranz gegenübersteht, mit jugendlicher Haardichte wieder zu decken. Gesichtsform, Dichte des Haarkranzes, Struktur und Farbe des Haarkranzes bestimmen weiterhin Möglichkeiten und Grenzen der
Haartransplantation mit Mini- und Mikro- Graft. Bei sehr feinem, blondem oder grauem Haar macht es wenig Sinn, viele Mikro-Grafts zu verpflanzen, da hiervon wenig optische Wirkung zu erwarten ist.
Bei der Einschätzung der Spenderkapazität ist die individuelle Haarsituation ausschlaggebend. Es muß vom denkbar ungünstigsten Verlauf des weiteren Haarausfalles ausgegangen werden. Wichtigste Voraussetzung
für eine langfristige erfolgreiche Haartransplantation ist folglich ein konsequentes Behandlungskonzept,
das sowohl den allgemeinen Alterungsprozeß als auch die individuelle Glatzenbildung berücksichtigt.
Mit diesem Konzept muß man immer eine Sicherheitsreserve einplanen, damit eventuell weiter fortschreitender Haarausfall durch eine Folgebehandlung berichtigt werden kann. Wir transplantieren ausschließlich Mini- und Mikrotransplantate. Kritische Bereiche sind der Haaransatz oder die hintere Haargrenze. Hier verwenden wir ausschließlich Mikrotransplantate. Die Haare müssen in der von der Natur vorgegebenen Richtung wachsen. Die Dichte darf nicht zu unterschiedlich sein, sondern sollte möglichst homogen sein. Der Haaransatz muß zu den Proportionen von Gesicht, Stirn und Kopfform passen.

Indikationen
Indikationen zur Anwendung von Miniund Mikro-Grafts sind die androgenetische Alopezie, die angeborene Alopezie und vernarbende Alopezie nach Unfällen, Operation und Bestrahlungen sowie Augenbrauenrekonstruktionen (Abb. 2).

Technisches Vorgehen
Die Entnahme der Spenderhaut am Hinterkopf erfolgt in örtlicher Betäubung. Die Entnahmestelle wird primär mittels Naht verschlossen. Der am Hinterkopf entnommene Hautstreifen wird vor dem Einsetzen unter dem Lupenmikroskop subtil präpariert um follikuläre Einheiten für Mini- und Mikrotransplantate zu gewinnenen. "Mini-und Mikrograft" definiert lediglich den Durchmesser des Transplantates; die "follikuläre Einheit" ist ein künstlich geschaffener Begriff, weil diese Haarfollikel anatomisch oder funktionell keine Einheit bilden. Man nennt "follikuläre Einheit" Gruppen von 1 bis 4 Haaren, die so nah beieinander liegen,dass sie bei der Präparation nicht ohne Zerstörung getrennt werden könnten. So kann man bei Transplantaten von gleichem Durchmesser unterschiedliche Anzahlen von Haaren erhalten. Danach sortiert man die Transplantate und die mit 1-2 Haaren werden im Haarlinienbereich,die mit 3-4 in den hinteren Partien benützt.


Im Anschluß daran wird die Empfangsfläche örtlich betäubt und die Mini- und Mikro-Grafts werden in die flächenhaft gesetzten Empfangskanäle eingesetzt, die mit einem elektrisch betriebenen Hohlbohrer angelegt werden. Bei der Stich-Inzisionstechnik werden die Miniund Mikrotransplantate mit oder ohne Epidermis in mit einem Skalpell angelegten Stich-Inzisionen eingebracht. Diese Technik ist methodisch einfacher. Sie hat
jedoch im Vergleich zur Bohrertechnik folgende Nachteile: Die Haarwuchsrichtung läßt sich nicht genau bestimmen, weil die Transplantate in den Stichinzisionen nicht streng fixiert sind. Hinzu kommt ein möglicher
„Palmeneffekt“, weil die Haare zusammengepreßt werden können. Unter einem Palmeneffekt versteht man eine Bündelung der Haarschäfte durch die derbere Epidermis. Die Folge ist ein fächerförmiges Auseinanderweichen der Haare. Bei der Stichinzisiontechnik wird die Kahlfläche nur zur Seite geschoben,
bei der Hohlbohrertechnik wird die Kahlfläche entfernt. Bei der Haartransplantation kann ein erfahrenes Team bis zu 1.500 Mini- und Mikrotransplantate pro Behandlung transplantieren und auch größere Glatzen
in zwei bis drei Behandlungen bedecken

Beispiele von Haartransplantationen

Augenbrauentransplantaion bei Sklerodermie
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Kahlen Stellen seit Geburt (angeborene Alopezie)
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Haartransplantation im Narbenbereich
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Haartransplantation bei hormonell bedingtem Haarausfall
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Haartransplantation bei einer Frau mit Babystirn
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Haartransplantation bei androgenitischem Haarausfall (Mann)
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Interessante Links
 

Therapie des Haarausfalls

www.merz.de

www.galderma.de

www.hermal.de

www.kreisrunderhaarausfall.de


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Technik: Schritt2
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Technik: Schritt3
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